Am Karfreitag um 14:30 Uhr begann in der Jakobi-Kirche ein Gottesdienst, der in dieser Form eine kleine Premiere war: Zum ersten Mal wurde er als Gemeindegottesdienst gefeiert und nicht ausschließlich für das Jakobi.
In einer stillen, zugleich sehr getragenen Atmosphäre kamen Menschen aus der Gemeinde und dem Seniorenzentrum zusammen, um diesen besonderen Tag gemeinsam zu begehen. Durch den Gottesdienst führten Frau Pfarrerin Britta Meyhoff, ein Lektor der Kirchengemeinde sowie ich, Birgit Volkmann, vom Jakobi Seniorenzentrum.
Im Mittelpunkt stand – trotz der Schwere dieses Tages – auch das gemeinsame Abendmahl, das viele als besonders verbindend und nah empfunden haben. Es war spürbar, wie sich Stille, Worte und Rituale miteinander verwoben und Raum für Nachdenken und Innehalten geschaffen haben.
Am Ende des Gottesdienstes wurde noch einmal gemeinsam das Fürbittengebet gesprochen, getragen von der Hoffnung, dass Trauer und Last nicht allein getragen werden müssen.
Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst durch die Kantorin der Kirchengemeinde, deren Spiel dem Ganzen eine feine, einfühlsame Tiefe gegeben hat und die Stimmung auf besondere Weise gehalten hat.
So blieb trotz des eigentlich traurigen Anlasses ein Gefühl von Verbundenheit, Ruhe und leiser Zuversicht zurück – und vielleicht auch ein Stück Trost, das noch ein wenig nachklingt.
Birgit Volkmann